Sozialraumkoordination Finkenberg,
Gremberghoven, Porz-Ost und Eil
Porz im Mai 2012
Newsletter der Sozialraumkoordination Nr. 1
Inhalt:
Editorial
1. Räumliche Situation in Gremberghoven
2. Mieterversammlung in Finkenberg
3. Engagement der Firma Tremco Illbruck bei der Friedrich-List-Schule in Gremberghoven
4. „Helfende Hände in Porz“
5. Handlungsleitfaden
6. Drei Sprache – Drei Kulturen –ein Zusammenleben
7. R.E.I.F Ressourcen erkennen, integrieren und fördern
8. Einladung zur konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises Gremberghoven
9. Stadtteilzeitung Finkenberg
10. Weitere Projekte und Aktionen
11. Termine
Editorial:
Liebe Leserinnen und Leser,
kompakt und möglichst zeitnah möchte ich Sie zukünftig mit einem Newsletter über die vielfältigen Aktivitäten im Sozialraum informieren. Aber auch Aktivitäten aus anderen Sozialräumen und Veedeln sowie Initiativen aus dem städtischen Bereich, die für uns von besonderem Interesse sein könnten, sollen Eingang in den Newsletter finden.
Transparenz ist sicher eine notwendige Vorbedingung für Partizipation und Teilhabe. So hoffe ich, dass der Newsletter zu mehr Transparenz beiträgt. Über Hinweise und Anregungen, was die Inhalte und die Gestaltung zukünftiger Newsletter angeht, würde ich mich freuen….
Den Newsletter finden Sie zukünftig auch auf unserer Internetseite
1. Räumliche Situation in Gremberghoven
Nachdem die evangelische Kirchengemeinde ihre Räume in Gremberghoven schließen musste, wussten viele Initiativen nicht mehr, wo sie ihre Aktivitäten durchführen sollten.
Gemeinsam mit der Vertreterin des Seniorennetzwerkes Gremberghoven, Frau Petridou-Nitzsche, wurde von der Sozialraumkoordination Kontakt zu Herrn Dr. Kötter von der Deutschen Annington aufgenommen. Nach mehreren Begehungen und der Besichtigung von leerstehenden Wohnungen stellt die Deutsche Annington, finanziert von der unternehmenseigenen Stiftung, dem Bürgerverein Gremberghoven e. V. sehr schöne und ansprechende Räumlichkeiten in einer ehemaligen Bäckerei am Talweg 2 mietfrei zur Verfügung. Herrn Dr. Kötter und der Deutschen Annington gebührt hierfür der herzliche Dank aller Beteiligten!
Die Räumlichkeiten werden am 01.07.2012 durch den Bürgerverein bezogen und sollen allen bestehenden aber auch zukünftigen Initiativen und Vereinen in Gremberghoven eine neue Heimat bieten.
2. Mieterversammlung in Finkenberg
am 28.03.2012 fand eine Mieterversammlung statt, bei der von Seiten der Bewohnerinnen und Bewohner massiv Klage über den Zustand der Häuser Theodor-Heuss-Str./ Konrad-Adenauer Str. und Brüsseler Str. geführt wurde. Die KPL Immo GmbH als zuständige Hausverwaltung hatte trotz Einladung an dieser Veranstaltung nicht teilgenommen. Auch eine weitere schriftliche Anfrage des Sozialraumkoordinators bei der KPL zu den geschilderten Beschwerden im Rahmen einer weiteren Mieterversammlung Stellung zu nehmen, blieb bisher leider ebenfalls unbeantwortet.
Der Geschäftsführer des Mietervereins Köln e. V. hat sich nun freundlicherweise bereit erklärt, alle interessierten Bewohnerinnen und Bewohner über die sich aus dem Mietverhältnis ergebenden Rechte und Pflichten zu informieren und konkrete Tipps und Hinweise zu den rechtlichen Möglichkeiten bei Pflichtverletzungen des Vermieters zu geben. Die Teilnahme eines Vertreters des Wohnungsamtes und des Sozialamtes der Stadt Köln wurden ebenfalls angefragt.
Die Veranstaltung findet am
05. Juni 2012, um 18:00 Uhr, im Bürgerzentrum Finkenberg, Stresemannstr. 6a in Köln-Finkenberg
statt. Die Moderation hat Herr Rempel vom Interkulturellen Zentrum Atlant übernommen, der auch bei den Übersetzungen (deutsch-russisch, russisch-deutsch) seine Unterstützung zugesagt hat. Alle interessierten Bewohnerinnen und Bewohner sind recht herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Selbstverständlich sind auch die vor Ort tätigen Initiativen und Institutionen und die Vertreter der Bezirks- und Kommunalpolitik herzlich willkommen.
3. Engagement der Firma Tremco Illbruck bei der Friedrich-List-Schule in Gremberghoven
Die Firma Tremco Illbruck, ein weltweit führendes Unternehmen der Bauabdichtung mit Hauptsitz in Gremberghoven, engagiert sich in der Friedrich-List-Schule in Gremberghoven.
Mitarbeiter werden Räume neu streichen und Platten zur Verbesserung der Akustik anbringen. Parallel werden Dämmungsarbeiten an Heizungsrohren vom Amt für Gebäudewirtschaft der Stadt Köln übernommen.
Frau Danzglocke von der Firma Tremco Illbruck betonte, das das Engagement des Unternehmens in der Schule keine Einzelaktion bleiben, sondern auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll.
4. „Helfende Hände in Porz“
Gemeinsam mit der Diakonie Michaelshoven, Frau Petridou-Nitzsche vom Seniorennetzwerk und der Sozialraumkoordination wurde das Projekt „Helfende Hände Porz“ aus der Taufe gehoben.
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer erledigen schnell und unkompliziert kleinere Aufgaben wie z. B.
- Einkäufe bei Krankheit
- Kleinere Reparaturen
- Wechseln einer Glühbirne
- Annähen eines Knopfes
- Ausfüllen von Formularen
- Begleitung bei Behördengängen
Weitere Kooperationspartner dieses Projektes sind der Sozialdienst Katholischer Frauen und die katholische und evangelische Kirchengemeinde.
Ansprechpartnerin ist Frau Petridou-Nitzsche, Tel.: 0221/89009-356
5. Handlungsleitfaden
Der neue "Handlungsleitfaden Sozialraumkoordination" herausgegeben von der Stadt Köln zeigt anschaulich, wie die Arbeit von Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren vor Ort aussieht. Seit 2006 wurden elf Sozialraumgebiete in Köln festgelegt mit dem Ziel, die Lebensbedingungen für die Menschen dort zu verbessern. Um den Bedürfnissen vor Ort besser gerecht werden zu können, haben sich städtische Dienststellen, freie Träger und Verbände vernetzt und so optimierte Angebote und Hilfen entwickelt.
In der neuen Broschüre werden erfolgreiche Beispiele aus verschiedenen Bereichen dokumentiert, wie die Durchführung einer Gesundheitswoche oder das Beratungsangebot der mehrsprachigen Stadtteilmütter in erster Linie für Familien mit Migrationshintergrund, die Organisation einer Sozialraumkonferenz oder der Aufbau einer Schuldnerberatung. Der Handlungsleitfaden gibt Fachkräften der sozialen Arbeit und allen, die an "Veedelsarbeit" interessiert sind, wertvolle Anregungen und Beispiele.
6. Drei Sprache – Drei Kulturen –ein Zusammenleben
Im Rahmen des Förderprogramms „Kulturrucksack“ des Landes NRW führt das Theater „Der Spaß!“ in Kooperation mit der Synagogen-Gemeinde Köln und dem Deutsch-Türkischen-Bürgerverein das Projekt „Drei Sprachen –Drei Kulturen – Ein Zusammenleben“ durch.
Das Projekt richtet sich an ca. 36 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren, vorwiegend mit russisch-jüdischem und türkischem Migrationshintergrund aus Köln-Porz-Finkenberg und Köln-Gremberghoven.
Die Kinder und Jugendlichen proben ein gemeinsames Bühnenstück in alterspezifisch zusammengestellten Gruppen. In gemeinsamen Sitzungen mit allen Kindern und Jugendlichen wird das Bühnenstück sukzessive weiterentwickelt. Während des gesamten Prozesses lernen sich die Kinder und Jugendlichen in ihren Stärken und Schwächen sowie ihren kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden kennen und wertschätzen.
Insgesamt werden innerhalb des Projektes das sprachliche Ausdrucksvermögen und die musische, darstellerischen und tänzerischen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen gefördert.
Am Ende soll das multikulturelle Bühnenprojekt einer breiten Öffentlichkeit vorgeführt werden.
Das Projekt soll im Mai 2012 beginnen und vor den Winterferien 2012 enden.
7. R.E.I.F -Ressourcen erkennen, integrieren und fördern
Ab April 2012 startete das Projekt R. E.I.F. -Ressourcen erkennen, integrieren und fördern. Es handelt sich um ein Stadtteilprojekt in Finkenberg, das gefördert wird durch den Europäischen Integrationsfond (EIF). Das Projekt wird von der ISS-Bildungsakademie, einer Tochter der ISS-Netzwerk gGmbH, als Träger durchgeführt.
Ziel ist es, die Ausbildungssituation von jugendlichen Drittstaatenangehörigen im Stadtteil Finkenberg nachhaltig zu verbessern und ihre berufliche Zukunft zu fördern.
Die Schülerinnen und Schüler werden, unter Einbeziehung der Eltern, fachlich und zielgerichtet in ihrer Entwicklung zur erfolgreichen Bewältigung der Schul- und Orientierungsphase gestützt.
Projektpartner im Stadtbezirk sind eine Gesamtschule, eine Haupt- und eine Förderschule.
8. Einladung zur konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises Gremberghoven
In der Vergangenheit haben sich Gremberghovener Vereine, Initiativen und Institutionen regelmäßig in einem Arbeitskreis getroffen, um sich über die spezielle Situation in Gremberghoven auszutauschen und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Aufgrund der konkreten Situation in Gremberghoven ist es wichtig und notwendig, diesen Arbeitskreis – auf einer breiteren Teilnehmerbasis- wieder aufleben zu lassen. Gemeinsames Ziel sollte es sein, die Kommunikation untereinander zu ermöglichen, Kooperationen und Zusammenarbeit miteinander zu fördern und -nicht zuletzt- konkrete Verbesserungen für die Gremberghovener Bürgerinnen und Bürger auf den Weg zu bringen und umzusetzen.
Alle interessierten Institutionen, Vereine, Initiativen, aber auch Bürgerinnen und Bürger sind recht herzlich zu dem Treffen am
15. Mai 2012, 17:30 Uhr, in die Friedrich-List-Schule (Gemeinschaftsgrundschule) Breitenbachstraße 2, Köln-Porz-Gremberghoven
eingeladen.
9. Stadtteilzeitung Finkenberg
Nachdem von dem Redaktionsteam eine genügende Zahl von Anzeigen akquiriert werden konnte, soll die Stadtteilzeitung Finkenberg im September 2012 neu erscheinen.
Die Redaktionsleitung hat Frau Sabine Rieneck übernommen.
10. Weitere Projekte und Aktionen
Aus sozialräumlichen Mitteln werden zurzeit weitere Projekte gefördert:
· Selbstbehauptungstraining für Mädchen – mit und ohne Behinderung
Projektträger: Haus der Offenen Tür e. V.
· Vater-Kind-Wochenende im Bergischen Land
Projektträger: Familienbildungswerk Treffpunkt Porz e. V.
· Coolnesstraining
Projektträger: Jugendwerkstatt Porz in Kooperation mit AATACKE
· Gestern-heute-morgen
Biografiearbeit mit und für Frauen mit Migrationshintergrund in Finkenberg und Gremberghoven
Projektträger: Bürgerzentrum Finkenberg/ ISS Netzwerk gGmbH
· Boxprojekt: Gesellschaftliche Teilhabe und Integration von Romakindern im sozialen Brennpunkt
Projektträger: Haus der Offenen Tür e. V. in Kooperation mit einem Boxtrainer vom BC Köln-Ost e. V.
· Erstellen eines Gesundheitskompasses
ISS-Netzwerk in Kooperation mit Familienzentren, KITAS, Einrichtungen der Altenhilfe
· Müllsammelaktion am Langobardenplatz am 10.06.2012 in Gremberghoven
Projektträger: Verein Ataspor, Soziale Gruppenarbeit im Flüchtlingswohnheim
11. Termine
· Am 09. Mai 2012 findet von 14:00 Uhr der Arbeitskreis „Mut gegen Gewalt“ im Jugend- und Gemeinschaftszentrum Glashütte, Glashüttenstr. 20, 51143 Köln statt
· Am 10. Mai 2012 um 14:00 Uhr findet die Arbeitskreis zur Erstellung des Gesundheitskompasses statt, Treffpunkt ISS Netzwerk, Kayserstr. 105, 51145 Köln
· Am 10.05.2012 um 15:00 findet der Runde Tisch für Altenhilfe und Altenpolitik im Bürgeramt Porz statt.
· Am 15.05.2011 findet der Arbeitskreis Gremberghoven um 17:30 Uhr in der Friedrich-List-Gemeinschaftsgrundschule, Breitenbachstr. 2, in Porz-Gremberghoven statt.
· Am 19.05.2012 findet das Straßenfest in Gremberghoven auf dem Talweg statt. Das Fest wird gestaltet von den Bürgerinnen und Bürgern in Gremberghoven.
· Am 22.05.2012 ab 15:00 Uhr findet das Treffen des Seniorennetzwerkes, Im Brücherfeld 5 in Gremberghoven statt.
· Am 22.05.2012 um 18:00 Uhr findet das Netzwerktreffen Finkenberg in der Hoffnungskirche, Theodor-Heuss-Str.1, 51149 Köln statt.
· Am 04.06.2012 findet um 09:30 Uhr das Vorbereitungstreffen zur Planung der „Woche der älteren Generation“ in der Synagogengemeinde Köln statt.
· Am 05.06.2012 findet um 18:00 Uhr die Mieterversammlung im Bürgerzentrum Finkenberg statt
· Am 11.06.2012 um 10:00 Uhr trifft sich die Vorbereitungsgruppe zum Stadtteilfest Finkenberg in der Hoffnungskirche, Theodor-Heuss-Str. 1, 51149 Köln
· Am 11.06.2012 um 14:00 Uhr trifft sich die Bezirkliche Steuerungsgruppe im Bezirksrathaus Porz
· Am 12.06.2012 um 17:00 Uhr trifft sich das Redaktionsteam für die Stadtteilzeitung Finkenberg im Bürgerzentrum Finkenberg
· Am 18.06.2012 um 10:30 Uhr trifft sich der AK Jugend
· Am 22.06.2012 ab 15:00Uhr findet vor dem Bezirksrathaus der „Lange Porzer Tag“ statt.
· Am 30.06.2012 findet ab 14:00 Uhr das Stadtteilfest Finkenberg, Konrad-Adenauer/Ecke Brüsseler Str. statt. Vereine, Initiativen, Einrichtungen und Institutionen des Veedels präsentieren sich mit Ständen und einem bunten Bühnenprogramm.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Auth
Dipl.-Sozialarbeiter
Sozialraumkoordination
Diakonie Michaelshoven e. V.
Neue Eiler Str. 48
51145 Köln
Tel.: 02203/ 1829695
Fax: 02203/ 1829697
Mobil: 0173 9062-805
Schüler aus 27 Nationen und
verschiedenen Religionen feierten
Westhoven (km). "Sommerfeste, das wollten wir
nicht; Multi-Kulti gab es auch schon oft. Wir wollten aber eine
Verbindung der bunten Frühlingswelt mit der ebenso bunten
Kulturwelt, daraus ist dann unser Multi-Kulti-Frühlingsfest
entstanden", so der Schulleiter Klaus Edwards.
Das Fest startete im Vorfeld mit einer Projektwoche, bei der die
Klassenverbände aufgelöst wurden um so auch allen
Altersgruppen gleichzeitig mit einem Thema zu beschäftigen.
"Die Kleinen lernen von den Großen, aber auch
umgekehrt", begründete Edward diese Maßnahme.
In den einzelnen Projekten wurde alle Lebensbereiche angesprochen
und dabei die kulturellen Unterschiede und Eigenarten dargestellt,
klar dass dabei die Sprachen und die Religionen ebenfalls eine
wichtige Rolle spielten. So wurden auch verschiedene
Gotteshäuser, wir eine Synagoge und eine Moschee und andere
Kirchen besucht. Ein weiterer Punkt war das Essen in den
verschiedenen Nationen, hier waren dann auch die Eltern beteiligt,
die gemeinsam mit den Kindern die typischen Speisen zubereiteten
und auf dem Fest anboten.
Neben den vielfältigen kulinarischen Angebot hatten die
Organisatoren auch für einen tolles Unterhaltungsprogramm
gesorgt. Da das Wetter sehr unbeständig war, hatte man
vorsorglich eine In- und eine Outdoor-Bühne vorbereitet und da
ging es Schlag auf Schlag. Musik, Tanz und Zirkus in vielen
Variationen begeisterten die Gäste.
"Aber wir wollen nicht nur feiern, sondern werden im
Nachhinein prüfen, in wieweit wir die Ergebnisse des einen
oder anderen Projektes, aber auch die Erfahrungen aus der
Projektwoche in den Unterricht integrieren können",
erklärte Edwards weiter.